Rückblick: Vermischtes

April 23, 2008

Mit den hier einsehbaren Bildern möchte ich einen Rückblick auf einige vermischte Geschehnisse geben: der Besuch von Aische und Simon in Stockholm (Mitte März), der Jazz-Brunch mit Hans&Franz, ein gemütlicher Männerabend mit viel Wein in meinem Refugium, einige Bilder von Lappis im Schnee und in der Nacht.

Vermischtes

Lieber Leser,

sehr lange habe ich mich nun nicht mehr gemeldet, und der eine oder andere mag schon vermutet haben,
ich hätte mich auf/in den Plomb du Cantal zurückgezogen oder ähnliches. Aber, weit gefehlt, es gibt mich noch,
ich lebe, und dies nach wie vor in Stockholm. Und, ich werde mich hier wieder zu Wort melden. Aufgrund widriger Umstände
lag hier alles brach, aber nun werdet ihr hier wieder regelmäßig über all das informiert was ich für erzählenswert halte. Daraus ist nun nicht zu schließen, in der vergangenen Zeit wäre evtl. einfach nicht viel zu berichten gewesen. Ich habe viele Reisen unternommen, einen Tagestrip nach Riga (der Hauptstadt von Estland, stimmts, Schorsch?!?), eine Woche verbrachte ich in Lappland, über Weihnachten war ich natürlich zu Hause in der Pfalz. Zweimal hatte ich Besuch, Elvis und Simon erwiesen mir die Ehre. Ich bin vielen neuen Menschen begegnet, habe viele gute und anregende Gespräche geführt und oft mit Schorsch gekocht.
Am 10. Dezember hatte ich die Gelegenheit an der Nobelpreisverleihung teilzunehmen.
Eine bestandene Klausur in Quantenmechanik werde ich an der Uni in Karlsruhe sehr wahrscheinlich als Theorie E Schein anerkannt bekommen, so dass ich wie geplant die Hauptdiplomsprüfung in theoretischer Physik im Herbst des Jahres ablegen könnte. Eine weitere Diplomprüfung, das physikalische Nebenfach, kann ich hier in Stockholm ablegen.
Ansonsten ist im Moment alles recht entspannt, friedlich, ruhig. „Fresh“, wie mein schwedischer Mitbewohner sagen würde.
Jeden Mittwochabend begebe ich mich in mein derzeitiges Lieblingsetablissement, die „Gula Villan“, zu deutsch, „die Gelbe Villa“. Ein besonderer Ort mit besonderer Atmosphäre, guten Menschen und bezahlbaren Getränken.
Auch mein Lieblingscafé sollte ich erwähnen, den „Kaffe Koppen“, zu deutsch, „Die Kaffeetasse“. Es liegt direkt am Stortorget, dem Herz der Altstadt, im Erdgeschoss und Kellergewölbe des Schantzka Huset, erbaut 1655. Dort bin ich oft mit Freunden oder auch alleine zum lesen und lernen. Und natürlich muss auch das Vapiano gegenüber vom Humlegarden hier stehen. Dort bin ich ab und zu mit Freunden zum essen und/oder Kaffee trinken.
Am kommenden Freitag gibt es in meinem Korridor hier in Lappis eine typische Lappis-Korridorparty. Ich bin gespannt und freue mich, und hoffe das viele gute Menschen vorbeikommen werden und sich keine Drecksauparty daraus entwickelt, denn am nächsten „Morgen“ (was immer das dann heißt…) ist natürlich aufräumen und saubermachen angesagt.

Soviel erst einmal wieder. Ich werde in den kommenden Tagen einige kleine „Rückblicke“ hier veröffentlichen, natürlich auch mit einigen Bildern.

CityHall Reception

Oktober 27, 2007

Am Tag der deutschen Einheit waren die Austauschstudenten aufgefordert, die Einladung der Stadt zu einem Empfang im Stadhuset entgegenzunehmen. Dem kamen diese auch zahlreich nach. Nach einer wirklich angenehm kurzen Begrüßung durch den Bürgermeister Stockholms und andere Menschen, deren Funktionsbezeichnungen mir entfallen sind, gab es dann ein reichhaltiges Büffet mit sehr gutem Essen sowie jede Menge Wein. Man weiß hier was die Studenten wollen. Die Veranstaltung dauerte dann allerdings auch nicht besonders lange und die Studenten wurden durch die üblichen Maßnahmen freundlich aufgefordert zu gehen- anschließend gingen wir noch in den Stampen, den in diesem Blog bereits erwähnten Jazz Club in der Altstadt. Diesen verließen wir…so gegen Elf, wenn ich mich richtig erinnere, anschließen fanden sich ein paar von uns noch in den Gemeinschaftsräumen bei Michael ein, zum (erneuten) Essen, Riesling trinken und philosophieren.

Leider versagten meine Akkus an diesem Abend, wer Bilder sehen möchte kann bei Annika (siehe Links) fündig werden.

Empfehlung: Laakso

August 30, 2007

Ich möchte meinen treuen Lesern (wer immer sie sind, denn bislang hat ja nur Manuel, der an dieser Stelle ausdrücklich gelobt sei, zwei Kommentare hinterlassen!) heute eine Band empfehlen, die ich am letzten Montag
im Studentenhaus Nymble live erleben durfte: die schwedisch-finnische Band Laakso.
Live klang diese in den nordischen Ländern schon recht bekannte Kombo (sie haben hier schon einige Alben veröffentlicht) nach extrem gutem lautem Rock,
auf ihren Alben klingt sie immer noch gut, aber nicht mehr ganz so rockig, 
aber auf jeden Fall handelt es sich um gut gemachten,
intelligenten Pop mit einigen Rockelementen.
Also schaut einfach mal wieder bei Myspace.com vorbei und gebt mal Laakso ein.
Erster Anspieltip: Italy vs. Helsinki .

Könnte gut sein das man diese Band bei uns auch bald kennt…

Partys, welcome activities

August 21, 2007

In den letzten drei Wochen fanden einige welcome Activities für die Exchange Students statt,
über die ich nun hier einige Worte verlieren möchte.
Zunächst gab es die bereits erwähnte Rallye durch Stockholm, die natürlich das Ziel hatte,
die Studenten mit der Stadt ein wenig besser vertraut zu machen.
Die Idee war vom Prinzip her eine sehr Gute, die Studenten wurden in Gruppen losgeschickt und bekamen per SMS Anweisungen und Fragen gestellt die Sie ebenso per SMS beantworten sollten. Leider war das System etwas fehlerbehaftet und korrekte Antworten wurden als falsch ausgewertet. Aber dennoch war diese Schnitzeljagd eine gute und willkommene Gelegenheit, neue Leute kennenzulernen und erste Eindrücke von Stockholm zu sammeln.

Am Samstag, dem 12. August fand dann die alljährliche und legendäre Osqvik-Party statt. Osqvik ist eine Hütte in den Schären vor Stockholm an einer Ostseebucht. Dort konnten die Studenten sich in der warmen Ostsee verbrühen und anschließend in der hauseigenen Sauna wieder auf arktische Temperaturen herunterkühlen lassen. Oder so ähnlich jedenfalls. Eine sehr feine und erinnerungswürdige Sache war diese Veranstaltung allemal. Denn nach dem Schwimmen und Bedampfen lassen gab es Bier mit sage und schreibe 5,2% Alkohol für 15 Kronen, was ungemein billig ist, da man „Starköl“, wie es hier in Schweden heißt, sonst nur teuer in den Kneipen der Stadt oder in der staatseigenen Monopolkette System-Bolaget kaufen kann. Im normalen Handel gibt es nur „Lätöl“, also leichtes Bier mit 2,8% oder „Mellanöl“, mittleres Bier mit 3,5%. Desweiteren hatte man natürlich auch hier Gelegenheit Kontakte zu knüpfen und zupflegen, denn von den 750 Austauschstudenten (damit sind wir wohl der Stärkste den die KTH bis jetzt hatte) unseres Jahrgangs waren immerhin 300 anwesend.

Letzten Freitag war dann ein Schwedischen Diner für all die Glücklichen Austauschstudenten bereitet worden die das Glück hatten, eine Karte dafür ergattern zu können. Der Eintritt kostete 200 Kronen und für einen „Original Schwedischen Schnaps“ (nein kein Absolut!) musste man nochmal 50 Kronen drauflegen. Dies habe ich dann auch gemacht, denn was soll der Geiz, dachte ich mir! Allerdings war das Zeug wirklich extrem fürchterlich und ich rate eventuellen Nachfolgern davon ab.
Das war aber auch schon das einzige wirkliche Manko des Abends. Das Essen war zwar nicht übermäßig üppig, dafür aber sehr gut, als Hauptgang gab es Lachs, und zum Lachs gab es, als Getränk- ja, tatsächlich Riesling! Pfälzer Riesling! Unglaublich! Als Freund der Original Pfälzer Rieslingschorle habe ich selbstredend sofort Mineralvatten geordert um eine solche zu fabrizieren. Die Stimmung erreichte dann natürlich sofort ihren absoluten Höhepunkt. Nach dem Diner, das durch verschiedene Lieder und Sketche auf der Bühne des Studentenhauses, in dem der Schmaus stattfand, aufgeheitert wurde gab es noch eine Party im Barraum und auch ein Däähnsflohr mit Däähnsflohrmusik stand zur Verfügung. Aufgrund meines Rieslingspiegels bereits enorm aufgebaut und nach vorne gebracht fand sogar ich an dieser Gefallen, was sonst nicht unbedingt meine Art ist.

Am darauffolgenden Tag gab es im Lappis eine Welcome Party über die es aber nicht viel zu schreiben gibt. Nichts Besonderes zu vermerken.